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Tipps, Tricks und Zubehör und
Fernweh für BMW 2-Ventil-Boxer-Fahrer

Wir freuen uns sehr Sie hier begrüßen zu dürfen und würden uns gerne vorstellen.

Die Webseite www.2-ventil-boxer.de richtet sich an alle BMW 2-V-Boxer Fahrer und Fahrerinnen, die mehr über passendes Zubehör / Technik und Umbauten ihrer Maschine erfahren möchten… Der alte Boxer ist immer noch ein sehr beliebtes BMW-Motorrad

BMW 2-Ventiler: G/S BMW GS – R – RT – Reisen – Technik – Zubehör



Mein Name ist Erwin Rastetter, ich fahre seit meinem 18. Lebensjahr Motorrad. Einmal mit diesem Virus infiziert hat mich das Thema Motorradfahren nicht mehr losgelassen…Nach gut 40.000 km Motorradfahren mit einer Honda XL 500 R Enduro und ersten Motorraderfahrungen mit einer 33PS Enduro, folgten ca. 70.000 km mit einer 46 PS Yamaha XT 600 Tenere und so manchem (motortechnischem) Fiasko.

Der kleine Ölkühler dieser Baureihe hatte einen verdammt schlechten Standort - genau hinter dem Gabelholm. Leider hatte dieses 1986er Tenere-Modell stark mit Hitzeproblemen, bedingt durch den falsch platzierten Ölkühler zu kämpfen. Das Resultat waren sehr oft Motorschäden durch Hitzekollaps.

Ich spendierte der Tenere mehr Luft zur Motorkühlung – gegen später dann auch einen neuen Kolben und ein 2. und 5. Gangrad im Getriebe. Nach einer Blockade des überhitzen Kolbens auf einer Schweizer Autobahn bei kurzzeitig 150 km/h und warmem Sommerwetter, spendierte ich der Maschine auch noch eine komplette 3-wöchige Motordemontage und ein neu ausgebüchstes Pleuel und die Überprüfung der Kurbelwelle, sowie nochmals einen schönen neuen noch größeren Übermass-Kolben… Auch ein frisch gehohnter Zylinder durfte bei den Zutaten für den neuen Fahrspass natürlich nicht fehlen… Ich war natürlich froh als den Motorblock samt Getriebe und vielen Kleinteilen wieder heil zusammen hatte und die Karre wieder richtig lief… Als Ausgleich erhielt ich bei Reisen durch Europa eine (meist recht zuverlässige) tourenfähige, reiselustige Maschine. Der 23 Liter Tank ermöglichte auch größere Reichweiten. Die Leistung war zwar meist ausreichend, jedoch war mit Alukoffern bei 120 km/h das Überholen von französischen LKW’s nur mit entsprechendem Anlauf am Besten zu bewerkstelligen…

Als Fan der Rally Paris-Dakar wäre ich wohl mit der vorher gebauten alten „Ur“-Tenere besser gefahren… Diese war vom Motor her weit weniger anfällig und kam in der Rally reihenweise in Dakar an (manche sogar im Serienzustand…) Ausserdem hatte der Tank der ersten Tenere stattliche 30 Liter Fassungsvermögen... 

Bei einer Tour bis in die allerhinterste Ost-Türkei bis an den Berg Ararat an der iranisch-russischen Grenze, zeigte sich jedoch dass die XT auch mal richtig Durst haben kann. z.B. bei Gegenwind einen Berg hoch fahrend und noch 2 Alukoffer montiert… und das Hubraum durch nichts zu ersetzen ist, wenn man die Durchschnittsgeschwindigkeit auch beim Bergauf fahren beibehalten möchte…

In der der Türkei fuhren auch auffällig viele (weitgereiste) 2-Ventil Boxer – BMW Motorräder rum und ich gewann allmählich den Eindruck, diese Maschinen mussten etwas Besonderes sein… Die Kisten waren wohl recht schwer – aber scheinbar auch irgendwie vom Motor her „stabil…“ und sie hatten etwas majestätisches….ja diese Maschinen hatten sogar etwas faszinierendes…

Bepackt mit allen möglichen Gepäckstücken, Alukoffern, Fernscheinwerfern, Beifahrerinnen und vieles mehr machte so mancher mutige Fahrer mit seiner BMW eine XXL-Tour oder gar eine mehrmonatige Fernreise.

Deshalb (und geprägt durch bittere Einzylinder-Erfahrungen…) habe ich mir dann 1992 eine fast neue BMW R100 GS Paris Dakar (damals noch mit orginalem 35 Liter Tank) zugelegt. KM-Stand meines Vorbesitzers nach 8 Monaten lediglich 1200 km…

Der erste Kundendienst bei 1000km war gerade erst gemacht worden. Die Maschine war noch gar nicht eingefahren. Laut dem damaligen Motorradheft „Tourenfahrer“ in dem ein Bericht über den 2-Ventil-Boxer zu lesen war, dass dieser Boxer Laufleistungen erbringen kann, (konnte…) die nur noch von Autos überboten wurden, war ich von dieser Maschine immer mehr fasziniert… Mit bärenstarkem Motor und immer ausreichend Drehmoment am Hinterreifen habe ich mit dieser Maschine einen kleinen Teil der Welt bereist… 

Mit der BMW R100 GS unterwegs in Norwegen
BMW R100 GS im Norden von Norwegen

Heute habe ich diese Maschine immer noch und sie hat mittlerweile 248.000 km auf dem
Tacho. Ich konnte die letzten 25 Jahre so einiges an Erfahrung mit dem Boxer-Motorrad sammeln...
Der Motor ist noch gut in Form und verbraucht mit den ersten Orginal-Kolben ca. 0.5L Öl auf ca. 2500km (je nach Fahrweise)

Natürlich sollte diese Maschine etwas an meine Bedürfnisse angepasst werden
und so hat sie sich im Laufe der Jahre etwas verändert…

Gutes sollte mit noch Besserem kombiniert werden:

Ich habe die Maschine nach meinen Wünschen etwas umgebaut:

BMW R100 GS auf dem Weg zum Col de Sommeiller
BMW R100 GS auf dem Weg zum Col de Sommeiller

  • mittlerweile über 248.000 selbstgefahrene Kilometer

  • White Power Federbein mit Ausgleichsbehälter

  • White Power Gabelfedern vorne

  • Kurzes, selbst umgebautes Heck

  • HPN Edelstahl – Auspuff Baja für mehr Drehmoment

  • Spiegler Stahlflexleitung vorne

  • 300er Gussbremsscheibe schwimmend gelagert + 4 Kolbenbremszange vorne

  • 14,5 Volt Lichtmaschinenregler (Behördenregler)

  • Hochgelegter Bremshebel hinten (HPN)

  • 43 Liter Acerbis Tank (Kunststoff lackierbar)

  • Tank in Orginal BMW Paris Dakar Farben lackiert und dekoriert

  • Vergößerter Ölkühler von Q-Tech

  • Ölkühler in Rahmenmitte verlegt

  • Orginale Seitenverkleidung für Tank angepasst

  • Seitendeckel verkleinert

  • Tanksturzbügel / Rahmen verlängert für großen Tank

  • HPN Hauptständer

  • HPN-Ölkühler Thermostat

  • HPN-Ölwannendistanzring für 1,5 Liter mehr Motoröl

  • Ca. 4,8 Liter Motoröl

  • Einlassventile vergrößert

  • Einlasskanäle ausgefräst

  • Kennfeld-Doppelzündung von Rudi Kallenbach (Q-Tech) Durch diese Zündanlage ist es möglich im verlängerten 5. Gang in der Ortschaft im Standgas zu fahren und zu beschleunigen ohne das die Maschine ruckelt!

  • Runde Ventildeckel – mittig geteilt – d.h. bei Fernreisen muss nur der halbe Ventildeckel mittransportiert werden… 

  • Ventildeckel umgebaut auf Aussenverschraubung

  • geschweisste Edelstahl-Batterieabdeckung am Hinterrad (unten am Rahmen)

  • Acerbis Heckkotflügel - gekürzt

  • Acerbis-Handprotektoren mit Alu-Einsätzen

  • Distanzring für breitere Hinterreifen (z.B. Michelin Desert)

  • Schwimmerkammersicherung

  • Tiefergelegte Edelstahl-Fussrasten

  • Magnetische Ölschrauben in Motor, Getriebe und Endantrieb

  • Valeo-Anlasser mit zusätzlich fixierten Magneten…

  • Feststellschraube Gasgriff

  • Lenkererhöhung 35mm

  • Lenkerverbreiterung

  • Öldruck- und Öltemperaturanzeige in selbst gefrästem Doppel-Aluchassis an der Lenkermittelstrebe

  • Fixierplatte für Magnettankrucksack am Kunststofftank…

  • Garmin GPS

  • Sehr robuster Kofferträger (fernreisetauglich) für Alukoffer (12 Knotenbleche…) mit zusätzlicher Abstrebung des Hecks auf die vorderen Fussrasten

  • Stabile Alukoffer

  • Griffheizung

  • Ölverbrauch auf 10.000km ca. 2 Liter  

  • Verbrauch ca. 5,8 Liter Benzin mit Stollenreifen

  • 5. Gang Zahnrad verlängert – bringt ca. 600 U / min niedrigere Drehzahl, bei gleicher Geschwindigkeit

  • LED-Mini-Blinker hinten

  • Stabiler Seitenständer aus Edelstahl

  • u.a. mit der BMW GS bereiste Länder:

  • Frankreich

  • Belgien

  • Niederlande

  • Luxemburg

  • Lichtenstein

  • Italien

  • Schweiz

  • Österreich

  • Slowenien

  • Kroatien

  • Serbien

  • Bosnien Herzegowina

  • Kosovo

  • Mazedonien

  • Montenegro

  • Monaco

  • Spanien

  • Andorra

  • Marokko

  • Dänemark

  • Schweden

  • Norwegen

  • Tunesien

  • Libyen

  • Ungarn

  • Rumänien

  • Bulgarien

  • Türkei (bis Kaukasus)

  • Griechenland

  • Zypern

  • Syrien

  • Jordanien

  • Israel

  • Ägypten

Bisher war diese Maschine das Beste was mir motorradmässig passieren konnte…
In Punkto Zuverlässigkeit ist die Maschine ausserordentlich robust und auch im Ersatzteil-
verbauch ist die GS sehr genügsam…(kann hier nur für mich sprechen…) Ich habe das
Teil sehr viel auf Langstrecken bewegt und fast immer den Motor erstmal wirklich lange warmgefahren. Bei längeren Urlaubs-Touren habe ich die Maschine oft 20-30min warmgefahren,
auch wenn es manchmal schwerfällt…

Der HPN Thermostat lässt erst ab 70 Grad Celsius langsam das Öl durch den Ölkühler
und ist sein Geld allemal wert. Die höchste Öltemperatur war in Marokko in der Nähe der
Dades / Todra-Schlucht im ersten Gang auf Schotter mit knapp 135 Grad…

Reparaturen und Probleme:

  • Das Vorderrad ist für diese Maschine zu schwach dimensioniert. Es gab öfters mal einen Platten. Das Gewicht des großen 43Liter Tanks, öfters mal eine Geländeeinlage mit Schotter usw. und z.B. starkes Bremsen zehren schon am Vorderrad und an der Felge…

  • Ich habe ausserdem der Maschine eine neue Kardanwelle spendiert. Bei ca. 120.000km gab der Dichtring am Getriebeausgang zum Kardan hin seinen Geist in Norwegen auf und das ausgelaufene Öl hat mir die Fettschmierung am Kardan ausgewaschen, so dass dieser auch noch ersetzt werden musste…

  • Ich fahre mit der Maschine sehr gerne auf Schotterpisten und wundere mich ehrlich gesagt, dass ich bisher nur 1 Kardanwelle gebraucht habe, da diese schon manchmal ordentlich ihr Fett abkriegt… => nicht nur auf libyschen Saharapisten mit Wellblech, sondern auch auf deutschen Seitenstreifen mit Schotter und und reichlich Staubentwicklung… vom Versuch des Hinterradfahrens ganz zu Schweigen…

  • Nach längerer Standzeit oder im Winter war jedesmal der Ladezustand der Batterie sehr niedrig und die Maschine sprang kaum oder nur noch über den Kickstarter an…Da die Kontakte und Kabelbäume der Elektrik im Laufe der Jahre auch nicht besser werden und ich die GS nicht immer in hohen Drehzahlregionen bewegen möchte wo die Lichtmaschine besser lädt, habe ich einen sogenannten „Behördenregler“ mit mehr Ladeleistung schon ab 1600 Touren eingebaut. Der Regler leistet wirklich sehr gute Arbeit (auch bei Fahren mit Fernlicht / Zusatzscheinwerfer und Griffheizung bei niedrigen Temperaturen) und ich hätte diesen Tausch schon Jahre früher vornehmen sollen…Die Batterie hält eindeutig länger und ist stets besser geladen als mit dem Serienregler…

siehe auch unsere Seite => Ersatzteile
oder einfach unten auf das Bild klicken...



FAZIT:
Sehr treue GS mit der ich Situationen erlebt habe, die ich nicht missen möchte. Viele dieser Eindrücke und Erlebnisse wurden nur möglich, da mich diese Maschine mit überschaubarer, bewährter Technik die schon über 5,5 mal um den Erdball gefahren hat… Ich weiß nicht ob ich mit einer anderen Maschine jemals solche Touren gemacht hätte, da ich in Punkto Zuverlässigkeit bisher absolut verwöhnt wurde…
Nach dem Ölstand schauen, draufsitzen und losfahren… So wie es sein soll…. Solche Eindrücke, Ereignisse und Bekanntschaften mit wildfremden Menschen
wie ich sie erlebt habe, erlebt man wohl nur mit dem Motorrad, da man mit einem Motorrad viel näher „am Geschehen“ dran ist als z.B. in einem Auto…


Meine gemalte BMW R100 GS im Wohnzimmer...
Meine gemalte BMW R100 GS im Wohnzimmer...

Neuerdings findet meine treue BMW R100 GS auch im Wohnzimmer Platz…



Sisteron mit der BMW R100 GS
Mit der BMW R100 GS nach Sisteron


BMW R100 GS unterwegs im Schwarzwald
BMW R100 GS unterwegs im Schwarzwald


Meine BMW R100GS

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Motocrosser vor dem Start
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Reifen meiner GS nach nur 160 km
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